Archive | September 2015

#LETTHEMFLY

Swedish non-profit initiative Refugee Air to airlift Syrian refugees to safety in the EU

Press Release
2015-09-10

A group of Swedish entrepreneurs and humanitarians is tired of witnessing refugees drowning in the Mediterranean and has decided to do something about it. Refugee Air aims to make safe routes into the EU a reality.

“We’re going to have a first airplane flying refugees to safety before the first snow falls over Stockholm” says Susanne Najafi, co-initiator of Refugee Air.

Refugees without visas are currently not able to travel by air due to “Carriers Liability”, an EU directive making carriers financially liable for all costs related to passengers who are not ultimately granted asylum at their destination in the EU.

”These policies push refugees into the hands of smugglers who take advantage of their desperation,” says Emad Zand, co-initiator of Refugee Air. “It’s senseless, we can’t just sit and watch people die. We’re going to show that it doesn’t have to be this way”

With backing from both private and corporate donors, Refugee Air plans to either charter airplanes or work with existing airlines to enable refugees to safely travel from areas of unrest to safety in the EU.

“As entrepreneurs we find solutions, and if we can fly people to the moon, why shouldn’t we be able to fly refugees safely to Europe” says Najafi. Besides actually flying refugees to safety, the initiative is also pushing for a sustainable solution to remove the wall around Europe that the directive on Carrier’s Liability has raised.

The initiative Refugee Air started over the weekend and has quickly grown into a collaborative movement engaging hundreds of Sweden’s most influential entrepreneurs, lawyers, and other leading professionals all working hands-on to get Refugee Air off the ground.

RefugeeAir_hashtag_CMYK_4-300x175

About
Refugee Air is a non-profit initiative led by action-driven entrepreneurs and humanitarians aimed at enabling refugees to safely travel into the EU. We know how to solve problems and get things done and we want to make a difference right now. We’re putting crowd-sourced competencies and our extensive networks to work to save lives and drive positive change.

Susanne Najafi is a serial entrepreneur who has built a large number of companies across industries. She now invests in new ideas and start-up ventures.

Emad Zand, is a serial entrepreneur within healthcare and tech and has built and run companies employing thousands of people.

For more information please visit:
http://www.refugeeair.org
http://www.facebook.com/refugeeair
Instagram: @refugee_air
Twitter: @RefugeeAir
Hashtag #LetThemFly

Press contact:
Claes Göransson, PR director, Refugees Air
Tel: +46 (0) 720 20 62 01
Email: press@refugeeair.org

Advertisements

Ungarn: Stacheldraht, Soldat*innen, Pfefferspray und drakonische Gesetze

Ungarn hat seine Grenze zu Serbien in aller Härte abgeriegelt.

Amnesty International hat am Montag ein Ermittlungsteam an die serbisch-ungarische Grenze entsandt. Dort sind auf ungarischer Seite zahlreiche Angehörige des Militärs, der Bereitschaftspolizei und Hundestaffeln stationiert. Hubschrauber überwachen die geschlossene und mit Stacheldraht gesicherte Grenze. Neue Gesetze, die am 15. September in Kraft getreten sind, sehen Haftstrafen von bis zu drei Jahren für Flüchtlinge vor, die versuchen, den Grenzzaun zu durchbrechen.

Geschlagen, erpresst und misshandelt – von der EU im Stich gelassen

Um dem lebensgefährlichen Weg von Libyen über das Mittelmeer nach Italien zu entgehen, nutzen Flüchtlinge derzeit häufig die Westbalkan-Route von Griechenland über Mazedonien und Serbien nach Ungarn. Tausende Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant_innen sitzen in Mazedonien und Serbien fest. Um sie möglichst schnell wieder loszuwerden, werden sie misshandelt und erpresst.

Das dokumentiert der Amnesty-Bericht Europe’s Borderlands: Violations against migrants and refugees in Macedonia, Serbia and Hungary.

Bildschirmfoto 2015-09-15 um 11.14.53

Die Flüchtlinge werden an den Grenzen zwischen Griechenland, Mazedonien und Serbien in das vorherige Land zurückgeschickt (push-backs) oder willkürlich inhaftiert – oft geht das mit schweren Misshandlungen einher. Ein Zeuge berichtete Amnesty International, dass die serbische Grenzpolizei an der ungarischen Grenze gedroht habe, seine ganze Gruppe nach Serbien zurückzuschicken, sollten sie nicht jeweils 100 € pro Person zahlen. Ein afghanischer Flüchtling berichtete, dass er von der mazedonischen Polizei nach Griechenland zurückgeschickt worden sei:

Ich habe zugeschaut, wie Männer geschlagen wurden. Sie haben auch meinen 13-jährigen Sohn geschlagen. Und sie haben mich geschlagen.

Ein anderer hat gesehen, dass sogar eine schwangere Frau geschlagen wurde.

Migrant_innen, Flüchtlinge und Asylwerber_innen werden in Aufnahmelagern untergebracht. Hunderte, darunter Familien, schwangere Frauen und unbegleitete Kinder, werden z.B. für unbestimmte Zeit in Mazedoniens Aufnahmezentrum Gazi Baba festgehalten – allerdings ohne Rechtssicherheit und ohne Möglichkeit um Asyl anzusuchen. Viele werden hier unrechtmäßig über Monate hinweg unter unmenschlichen und entwürdigenden Bedingungen eingesperrt.

„Serbien und Mazedonien sind zu einem Auffangbecken für die überzähligen Flüchtlinge geworden, die niemand in der EU haben will. Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, sitzen in Mazedonien und Serbien in der Falle. Sie werden erpresst und misshandelt, haben keine Chance auf Asyl und werden daran gehindert, in die EU weiterzureisen“, sagt Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich. „Die EU muss endlich sichere Wege für Flüchtlinge schaffen und ihnen einen Zugang zum EU-Asylsystem ermöglichen.“

Der Bericht basiert auf vier Recherchereisen nach Serbien, Ungarn, Griechenland und Mazedonien und hat Interviews mit mehr als 100 Flüchtlingen und Migrant_innen zur Grundlage.

Download

#EuropeSaysWelcome

Am Samstag, 12. September 2015, findet ein europaweiter Aktionstag in Solidarität mit Geflüchteten statt. In Wien wird eine Demonstration stattfinden. Treffpunkt: 17 Uhr, Westbahnhof Wien.

Bildschirmfoto 2015-09-10 um 15.38.38

Aufruf der Plattform für eine Menschliche Asylpolitik zur Demonstration „Grenzen öffnen und legale Fluchtwege schaffen!“ in Wien:
Eine Welle der Solidarität rollt durch Europa. Viele Menschen helfen, spenden und heißen Flüchtlinge willkommen. Über 25.000 Menschen demonstrierten am 31. August in Wien, viele mehr in anderen Städten. Hunderte begrüßten und unterstützten ankommende Flüchtlinge an Bahnhöfen in Österreich.

Unter dem Motto #EuropeSaysWelcome gehen am 12. September tausende Menschen in ganz Europa in Solidarität mit Flüchtlingen auf die Straße. Wir beteiligen uns am internationalen Aktionstag mit einer Protestkundgebung vor dem Wiener Westbahnhof. Vorher planen wir Mobilisierungsaktionen für die Großdemo am 3. Oktober (genaue Orte und Zeiten werden noch bekanntgegeben).

Nach dem Tod von 71 Flüchtlingen im Burgenland sagten viele: Es reicht! Die „Festung Europa“ ist verantwortlich für den Tod von tausenden Flüchtlingen im Mittelmeer. Die österreichische Bundesregierung begnügt sich mit Schweigeminuten, fordert aber gleichzeitig den ungarischen Ministerpräsidenten Orbán auf, die Grenzen wieder dicht zu machen.

Wir wollen den Druck auf die Regierungen erhöhen, endlich die Grenzen zu öffnen und legale Fluchtwege zu schaffen. Wir heißen alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden.

Übersicht über weitere Aktionen in Europa: https://www.facebook.com/events/148023595539140/

%d Bloggern gefällt das: