Refugee-Frauen: Solidaritätsaktion Mi., 5. 8., 11h Traiskirchen

Kundgebung & Frauenraum & Verteilaktion & musikalisches Programm

Am Mittwoch, den 5.8. ab 11 Uhr in Traiskirchen vor dem Lager

FreundInnen einladen und sharen: https://www.facebook.com/events/421688271353451/421876604667951/
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Solidarität mit geflüchteten Frauen praktisch werden lassen!Die Initiative „Support RefugeeWomen in Traiskirchen“ ruft zur
solidarischen Unterstützung der geflüchteten Frauen im Lager
Traiskirchen auf. Aufgrund der katastrophalen Bedingungen im Lager, die die Politik zu

verantworten hat, organisieren wir diese Aktion.

(Wenn welche aus Wien mit eigenen Autos mitfahren wollen: um 9 Uhr
Treffpunkt für gemeinsame Abfahrt im autonomen Frauenzentrum –
Währingerstr. 59/ Eingang Ecke Prechtlg.; um 10 Uhr wollen wir
losfahren!)

Weltweit sind mehr als die Hälfte der Geflüchteten Frauen, die jedoch
öffentlich wenig sichtbar sind.

Seit Wochen schlafen 1500 bis 2000 Menschen unter freiem Himmel,
teilweise ohne Matten, Schlafsäcke oder Zelte. Viele schlafen auf
Pappkartons oder Zeitungspapier. Eine Frau erzählt, dass alle Sachen
nass geworden sind und ihre Kinder deswegen erkrankt sind. Schwangere
Frauen werden gezwungen draußen zu schlafen.

Den Menschen ist es untersagt, die sanitären Einrichtungen (die
ohnehin spärlich sind) im Inneren zu verwenden. Laut Erzählungen gibt
es keine geschlechtergetrennten Toiletten mehr. Die paar Klos, die
draußen aufgestellt worden sind, können nicht verschlossen werden. Es
gibt zu wenig Toiletten, Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten. Ganz zu
schweigen von Privatssphäre oder „geschützen“ Räumen für Frauen.
Es gibt keine Aufenthaltsräume, keine Rückzugsräume. Keinen
Internetzugang.

Es werden zu wenig (oder keine) Hygieneartikel ausgegeben. Es fehlt an
Binden, Tampons, Seifen, Handtüchern und Babynahrung.

Die medizinische Versorgung ist unzureichend bis nicht vorhanden. Ein
Mann erzählt uns, dass er 5 Stunden auf ein Pflaster warten musste.
Jemand anderer erzählt, dass der Arzt sie wieder wegschickt mit den
ungefähren Worten „so schlimm ist das ja nicht, gehen sie
wieder…“.

Viele haben Angst zum Arzt zu gehen, da sie fürchten wegen einer
langfristigen Behandlung (zB.: Physiotherapie) nicht in andere
„Quartiere“ überstellt zu werden und ewig in Traiskirchen bleiben
zu müssen.

Mal abgesehen davon, dass das Recht auf eine menschenwürdige
Unterkunft mit Füßen getreten wird, ist es nicht zumutbar, dass
Geflüchtete nicht selbst bestimmen können wo (an welchem Ort) sie
leben wollen. Laufend finden so genannte Tranfers statt. Die Menschen
werden wieder auseinander gerissen und isoliert.

Die Bedingungen im Lager müssen sofort geändert werden!

Für eine ausreichende Grundversorgung!

Für eine frauenspezifische Versorgung!

Für die Annerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe

Stopp Dublin – Löschung der Fingerabdrücke!

Stopp alle Abschiebungen und „freiwillig“ – erzwungene
Rückführungen

Bewegungsfreiheit für alle – Passport für Alle!

Häuser und Wohnungen den Geflüchteten und den Menschen, die sie bauen
und brauchen!

Für einen selbst bestimmten Wohnort!

Schließung aller Lager!

Leerstand besetzen – Kapitalist_innen enteignen – Wohnraum
umverteilen!

Kostenlosen Zugang zur medizinischen Versorgung!

Gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt und zur
Bildungseinrichtungen!

Annerkennung der Ausbildung im Herkunftsland!

Kostenlose Deutsch- und Sprachkurse auf freiwilliger Basis!

Gleiche Rechte für ALLE! Stop War – Stop deportations!

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