WARUM “UNDOKUMENTIERT” UND NIEMALS “ILLEGAL”

“Da das Wort ‚illegal‘ zum Stigma in meinem alltäglichen Umgang mit Menschen geworden ist, habe ich angefangen mich selbst zu fragen ob ich wirklich ‚illegal‘ bin. Natürlich bin ich das nicht und werde es nie sein. Ich bin undokumentiert.“
– Undokumentierter Migrant aus den Philippinen, der in den Niederlanden lebt

PICUM befürwortet angemessene, menschenwürdige Begrifflichkeit und vermeidet grundsätzlich die Bezeichnung „illegale/r MigrantIn“. Die Begriffe „MigrantIn ohne (gesicherten) Aufenthaltsstatus“, „undokumentierter MigrantIn“ und/oder „irregulärer MigrantIn“ sind international anerkannt Bezeichnungen und entsprechende Begriffe existieren in allen Sprachen.

PICUMs Faltblatt zur Begrifflichkeit erläutert Gründe weshalb die Bezeichnung „illegale/r MigrantIn“ nicht benutzt werden sollte. Außerdem bietet es ein Lexikon mit Übersetzungen der Begriffe „undokumentierte/r MigrantIn“ und „irreguläre/r  MigrantIn“ in alle Sprachen der EU sowie einen Überblick über die wichtigsten Organisationen, die bereits angemessene Begriffe in Bezug zu MigrantInnen ohne Aufenthaltsstatus verwenden. Das Faltblatt wurde im Juni 2014 veröffentlicht und dient als Haupthilfsmittel zur Förderung menschenwürdiger Begrifflichkeit durch unser Netzwerk.

Why not "illegal"

WAS KANNST DU TUN?

  • Verwende selber faire Bezeichnungen, wenn du über Migranten/innen ohne Aufenthaltsstatus sprichst.
  • Teile das Faltblatt zur Begrifflichkeit mit deinem Bekanntenkreis und informiere FreundInnen oder KollegInnen über die Wichtigkeit, die Begriffe „undokumentiert“, „irregulär“ oder „ohne Aufenthaltsstatus“ zu verwenden.
  • Du kannst dich in sozialen Netzwerken in die Debatte einbringen (Twitter: #WordsMatter).
  • Sende uns ein Zitat oder einen Beitrag zur Wichtigkeit angemessener Wortwahl. Dies kann auch eine persönliche Erfahrung sein oder auf der Erfahrung einer undokumentierten Person beruhen, die du kennst.
  • Senden uns ein Foto, das Bezeichnungen in deiner Sprache zeigt.
  • Wenn du selber undokumentiert bist oder ein/e UnterstützerIn von undokumentierten MigrantInnen, sende uns deine persönlichen Erfahrungen wie diskriminierende Bezeichnungen und Sprache deinen Alltag beeinflussen.

Für weitere Informationen oder um Beiträge, Fotos und Videos einzuschicken, kontaktiere bitte:
Elisabeth Schmidt-Hieber, PICUM Communications Officer,  elisabeth@picum.org

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