am 03.06. Air Berlin Mail & Fax-Aktion gegen die Abschiebung eines Aktivisten von ARE

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Air Berlin Mail & Fax-Aktion gegen die Abschiebung eines Aktivisten von ARE am 03.06!


Dear all,

am Mittwoch, 28.5.2014, sollte Abdoul Kaboré, einer der am Breitscheidtplatz protestierenden Geflüchteten, von Berlin-Tegel aus nach Spanien abgeschoben werden. Dank des engagierten Widerstandes von Freund_innen und Unterstützer_innen konnte das vorerst verhindert werden. Nun soll die Abschiebung aber am kommenden Dienstag, 3.6. (genaue Zeit noch nicht bekannt), stattfinden.

Aktuelle PM vom Asylum Rights Evolution: http://asylumrightsevolution.wordpress.com/

Bericht Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-tegel-abschiebung-eines-fluechtlings-gestoppt/9966390.html

Wir möchten Euch bitten, umgehend bei der zuständigen Fluggesellschaft air berlin per Telefon, Fax oder Mail gegen ihre Beteiligung an der menschenverachtenden Aktion zu protestieren. Macht der Firma deutlich, dass die Beteiligung an einer gewaltsamen Abschiebung amoralisch sowie image- und geschäftsschädigend ist! Unten die Entwürfe von Asylum Rights Evolution und Unterstützer_innen für eine Protestmail, die ihr als Vorlage nutzen könnt, sowie die aktuellen Pressemitteilungen.

Außerdem möchten wir Euch bitten, am Dienstag mit vor Ort zu sein, um auch diesen Abschiebungsversuch zu verhindern. Aktuelle Informationen über den Flugtermin könnt Ihr aufhttp://asylumrightsevolution.wordpress.com/ erhalten.

Air Berlin Fax-Aktion gegen die Abschiebung!

Wir rufen alle solidarischen Menschen dazu auf, Faxe und E-Mails an Air Berlin zu schicken und dort anzurufen, um die Firma aufzufordern, die Abschiebung des Asylum Rights Evolution Aktivisten nicht durchzuführen!

Air Berlin Fax
 +49 30 3434 1509

Air Berlin wichtige E-Mail-Adressen:

abpresse@airberlin.com;  yasmin.born@airberlin.cominternationalmedia@airberlin.comkathrin.zirkel@airberlin.com; Melanie Schyja <melanie.schyja@airberlin.com>;
internalcomms@airberlin.comannette.weber@airberlin.comjulia.ball@airberlin.comonline-redaktion@airberlin.com

sämtliche E-Mail-Adressen: http://www.airberlingroup.com/de/presse/ihre-ansprechpartner

Air Berlin Unternehmenssitz
 +49 30 3434 1500
Air Berlin Info-Hotline +49 30 34343434


Fax- und Mailvorlage (bitte ganz unten euren eigenen Namen einfügen!):

EILT! SOFORT VORLEGEN!

An Air Berlin und die Flugsicherheit

Stornieren Sie dringend den Flug von Herrn Kaboré.
Er fliegt nicht freiwillig und hat angekündigt, sich zu wehren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sie beabsichtigen, Herrn Abdoul Drammé Kaboré am 03.06.2014  nach Spanien abzuschieben.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Abschiebung gegen den ausdrücklichen Willen von Herrn Kaboré geschieht. Herr Kaboré hat in Gesprächen angekündigt, sich im Falle seiner Abschiebung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mittel zur Wehr zu setzen. So hat er uns gegenüber angekündigt, sich körperlich zu wehren und Umstehende und Fluggäste durch lautes Schreien und Protestieren auf seine Situation aufmerksam zu machen. Es besteht also ein ernsthaftes Gefahrenpotenzial für die Sicherheit an Bord. Neben der Gefährdung der Fluggäste besteht vor allem Gefahr für Leib und Leben von Herrn Kaboré. Wie Ihnen sicher bekannt ist, sind bei ähnlichen Abschiebungen schon Menschen verletzt worden oder gar ums Leben gekommen.

Herr Kaboré soll nach Spanien abgeschoben werden. Er kommt ursprünglich aus Burkina Faso und ist über Spanien nach Deutschland eingereist. Deshalb hat es Deutschland aufgrund der Dublin-Verträge bisher abgelehnt, seinen Asylantrag auch nur zu prüfen. Bei einer solchen Prüfung würde sich zeigen, dass Herr Kaboré schwerwiegende Gründe für seine Flucht hatte. Die aktuelle Situation in Spanien ist für Asylsuchende erbärmlich: Es gibt keinerlei Sozialleistungen. Eine Arbeit zu finden ist fast unmöglich, so dass die meisten Asylsuchenden auf der Straße landen. Herr Kaboré rechnet außerdem fest damit, aus Spanien umgehend nach Burkina Faso abgeschoben zu werden.

Wir fordern sie deshalb auf, den Flug von Herrn Kaboré umgehend zu stornieren. Air Berlin ist nicht dazu verpflichtet, einen Menschen gegen seinen ausdrücklichen Willen zu transportieren. Der Kapitän eines Fluges trägt die Verantwortung für die Sicherheit der Passagiere. Wir bitten Sie deshalb: Nehmen sie Kontakt zu Herrn Kaboré auf – er spricht Französisch – und lassen sie sich von ihm bestätigen, dass er keinesfalls zu fliegen wünscht und sich auch nicht mit Gewalt abschieben lassen wird.

Lassen sie sich nicht zum Gehilfen dieser unmenschlichen Abschiebung machen!

Freundliche Grüße
Freundinnen und Freunde von Abdoul Drammé Kaboré
Entwurf 2:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe erfahren, dass airberlin am 28.5.2014 um 12:50 die gewaltsame Abschiebung von Herrn Abdoul Drammé Kaboré mit dem Flug AB 8082 von Berlin-Tegel nach Madrid-Barajas tatkräftig unterstützen will.

Ich bin schockiert, dass sich ihr Unternehmen an der Abschiebung eines Geflüchteten bereichern will. Wenn sie Herrn Abdoul Drammé Kaboré abschieben, dann ist ihr Unternehmen für die Verletzung der Menschenwürde und die Gewalt, die Herrn Abdoul Drammé Kaboré dadurch widerfährt, verantwortlich. Dass airberlin mit schönen Urlaubsmomenten und touristischen Erlebnissen wirbt und gleichzeitig brutale Abschiebungen durchführt, die Menschen Verfolgung, Folter und Tod aussetzt, ist heuchlerisch.

Ich fordere sie auf, die von ihnen geplante Abschiebung nicht durchzuführen. Es liegt allein in ihrer Hand, zu verhindern, dass ein Mensch gegen seinen eigenen Willen in ein anderes Land gebracht wird.

Sollten sie damit fortfahren, dann werde ich in Zukunft davon absehen, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen und andere ebenfalls auffordern dies zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

XXX

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