Archive | Februar 2014

Solidarity statement against the criminalisation of Migrants and Refugees

– – – english below – – –

Wir Refugees sind aus unterschiedlichen Gründen aus unseren Heimatländern geflohen. Wir wurden gezwungen vieles hinter uns zu lassen, das wir lieben: unsere Heimat, unsere Kultur, unsere Arbeit, unser normales Leben. Wir vermissen unsere Familien. Wir vermissen unsere Kinder. Unsere Freund*innen. Und wir vermissen die Straßen, in denen wir als Kinder gespielt haben. Wir haben viele Familienmitglieder im Krieg verloren und auch sie vermissen wir so sehr.

Jede*r Refugee, die*der sein Heimatland verlässt, hat den gleichen Gedanken: Wie kann ich einen legalen Status bekommen und ein normales und sicheres Leben in einem neuen Land beginnen?

Viele unserer Familienmitglieder und Freund*innen mussten auch die Heimat verlassen und leben jetzt auf der ganzen Welt verstreut. Es war nicht unsere freie Wahl, nach Europa zu kommen. Refugees ziehen um die ganze Welt, weil sie nicht an ihrem Aufenthaltsort bleiben können. Nur wenige von ihnen versuchen nach Europa zu kommen und suchen hier um Asyl und internationalen Schutz an. Die Mehrheit der Refugees stirbt auf dem Weg, schafft es nicht bis Europa oder muss zurückkehren.

Es gibt keine LEGALE Möglichkeit, nach Europa zu kommen. Wenn man kein Visum hat, riskiert man sein Leben, um nach Europa zu kommen. Die Behörden machen den Grenzübertritt immer schwieriger und gefährlicher. Daher ist es unmöglich, nach Europa ohne die Hilfe von Menschen zu kommen, die meist „Schlepper“ genannt werden. Auch mit den Schleppern ist der Weg gefährlich. Aber wir brauchen Fluchthilfe.

Die Geschichte jedes Refugee ist anders. Aber das gemeinsame Problem ist die Grenze. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Refugees beim Grenzübertritt zu unterstützen. Dafür braucht es Wissen, Planung und Mut.
Es gibt verschiedene Schlepper. Refugees können von Schleppern betrogen, gefoltert oder erpresst werden. Man hat keine Rechte, wenn man zu einem Schlepper geht. Man kann nicht einen Business Class Sitz verlangen wie im Flugzeug.

Aber gute Schlepper sind schnell, zeigen oder führen uns auf einem guten Weg, geben uns Unterkunft und Essen, kennen das Wetter. Ein guter Schlepper kann dir keine Garantie für einen erfolgreichen Grenzübertritt geben, und auch keine Garantie für dein Leben. Aber ein guter Schlepper bemüht sich um dein Leben.
Wir wollen nicht von Schleppern abhängig sein. Aber wir verstehen Schlepperei als eine, Dienstleistung, die großteils bezahlt ist und so lange existieren wird, wie es illegal ist, Grenzen zu übertreten.
Oft bezahlen Schlepper die Grenzwachen, die Polizei oder die Behörden, damit wir ohne Kontrolle über die Grenze gehen können.
Das sind dieselben Behörden, die Migration und Refugees kriminalisieren und Menschenrechte verletzen. Sie gehören zu dem rassistischen Teil des Systems, das Asyl verweigert, Anhaltezentren schafft und mit Abschiebungen Profit macht.
Doch in Wirklichkeit, sind Abschiebungen die tatsächliche Schlepperei von Menschen!!

Michael Genner und seine Organisation „Asyl in Not“ haben das Refugee Protest Movement von Anfang an tatkräftig unterstützt und die Aktivisten in Rechtssachen beraten. Es war ein Akt der Solidarität mit allen Refugees, als Michael Genner, ein öffentliches Statement zu Schlepperei und der notwendigen Unterstützung beim Grenzübertritt verfasst hat. Dies führte dazu, dass nun eine Person wie Michael Genner fast vor Gericht gebracht wurde, eine Person, die ihr ganzes Leben lang offen und konsequent gegen diese Strukturen gekämpft hat. Es war ein Versuch, ihn und alle Anderen zum Schweigen zu bringen, welche die Kämpfe von Refugees gegen ein ungerechtes System unterstützen.

Wir wollen daran erinnern, wieso Michael Genner dieses Statement verfasst hat: Ende Juli 2013 wurden acht Aktivisten unseres Protests abgeschoben. Sofort solidarisierten sich wachsende Teile der Zivilgesellschaft mit den Abgeschobenen. Die Regierung reagierte darauf mit dem Versuch, die Bewegung zu zerstören. Sie kriminalisierte und verhaftete einige Aktivisten unter dem konstruierten Verdacht, sie seien Teil einer internationalen Schlepperorganisation. Schon bald musste das Innenministerium große Teile seiner Anschuldigungen zurücknehmen. Mehr als sechs Monate sind die Aktivisten nun in Untersuchungshaft und warten auf ihren Prozess.

Nun sind vor wenigen Wochen zwei Personen von unserem Protest enthaftet worden. Sie warten nun auf ihr Gerichtsverfahren. Wir sehen dies als Erfolg, weil es aufzeigt, dass die Autoritäten keine Beweise haben. Aber wir fragen euch- aus welchem Grund mussten sie so viele Monate im Gefängnis auf ihre Verfahren warten? Sie sind doch keine Verbrecher! Wir ersuchen die österreichische Öffentlichkeit mit den nach wie vor Gefangenen Solidarität zu zeigen und den anstehenden Prozess zu beobachten!

Regierungen verletzen Menschenrechte weltweit. Es darf den Behörden nicht möglich sein, Menschen zu kriminalisieren, die offen für Bewegungs- und Redefreiheit eintreten. Es darf den Behörden nicht möglich sein, Migrant*innen und Refugees zu kriminalisieren!

Wir lassen es uns nicht verbieten, weiter für unsere Rechte zu kämpfen!
You cannot silence us!
No border, no nation! Stop criminalization!
Together we will rise!

Refugee Protest Movement Vienna, Februar 2014

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Solidarity statement against the criminalisation of Migrants and Refugees

We refugees are fleeing from different reasons from our homecountries. We are forced to leave so much loved behind: Our home land, our culture, our businesses and normal lives. We miss our families. We miss our children. Our friends. And we also miss those streets in which we played in our childhood. We lost a lot of family members in war, and also them, we miss so much.

Every refugee leaving the homecountry is thinking the same:
How can i get a legal status and start a normal and safe life in another country?

Many of our family members and friends live all around the world now.
It was not our free choice to come to Europe.
Refugees are moving all around the world because they cannot stay in their places of residence. Only some try to come to Europe asking for Asylum and international protection. The majority of refugees are dying or are stuck on their ways, or have to return.

There is no LEGAL way to reach Europe. If you have no Visa you have to risk your life to go to Europe. The authorities are making it every time more difficult and more dangerous to cross the borders. That´s why it is impossible to enter Europe without the help of people, whom you call „smugglers“. Even the ways with the smugglers are risky. But it is necessary that someone helps you.

Every story of a refugee is different. But the common problem is the border. There exist different ways of supporting refugees in crossing borders. It needs knowledge, planning and courage. There are different kind of smugglers. You can be cheated, tortured or blackmailed. You have no rights if you go to a smuggler. You cannot ask for special seats like in a plane.

But good smugglers are fast, show or lead us a good way, give us shelter and food, know the weather. A good smuggler can neither give you a guarantee for successful border crossing nor a guarantee for your life. But a good smuggler tries to take care of your life.

We would prefer not to be dependent on having a smuggler. But we see it as a service, generally paid, which will exist as long as it is illegal to cross borders.

A smuggler often also pays border guards, the police or authorities so we can cross without controls.

It is the same authorities who are criminalizing migration and refugees and who are violating human rights. It is also that racist part of the system rejecting asylum, creating detention centers, and making profit with deportations.

But in fact, deportations are the real human smuggling!!

Michael Genner and his organization Asyl in Not have been strongly supporting the Refugee Protest Movement from its very beginning and giving legal advice to several refugee activists.

We see it as an act of solidarity with all refugees when Michael Genner wrote a public statement on human smuggling and the necessary support of crossing borders. As a result, a person like Michael Genner, who has been openly and consequently fighting all his life against these structures, has almost been taken to court. This was a try to silence his voice and the voice of others, who are supporting the struggles of refugees against an injust system.

We want to remind why Michael Genner wrote the public statement:

At the end of July 2013 eight activists of our protest were deported. There was immediate growing solidarity of wide parts of civil society with the deportees. The government answered, trying to destroy the movement by criminalizing and arresting several activists under the contruction of being part of an international human smuggling organization. Soon after, the Ministry of Internal Affairs had to take back most parts of their accusations. For more then six months the activists are being imprisoned, waiting for their trials.

Now, some weeks ago two persons of our protest movement got out of prison. They are still waiting for their trials. We see it as a success, because it shows that the authorities have no proof. But we ask you- Why did they have to wait for their trial in prison for so many months? They are no criminals! We are asking the Austrian public to show support to the still imprisoned persons and also to come to their coming trails!

Governments all around the world are violating human rights.
It must not be possible for authorities to criminalize people who are fighting openly for Freedom of Movement and Freedom of Speech.
It must not be possible to authorities to criminalize migrants and refugees!

We wont allow them to stop our fight for our righs!

You cannot silence us!
No border, no nation! Stop criminalization!
Together we will rise!

Refugee Protest Movement Vienna, February 2014

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Beyond Imagination: human rights abuses of asylum seekers in Libya

Asylum seekers should not be returned to Libya for any reason whatsoever because their safety, lives and freedoms are at risk. In Libya, they have virtually no chance of getting protection, even now that the Gaddafi regime has collapsed.

libya

Sara Prestiani

This is the central and unequivocal conclusion of ‚Beyond Imagination‚, a Jesuit Refugee Service (JRS) Malta publication documenting the experiences of asylum seekers arriving in Malta through Libya, launched on Monday at an event in Valletta.

„Through this publication we wanted to highlight the consequences of return to Libya for asylum seekers, by bringing to light the stories we hear repeatedly when they arrive in Malta. Most have suffered horrific abuse – including indefinite detention in miserable conditions, beatings, rape and other forms of sexual abuse – and are denied the possibility of obtaining any kind of protection“, said Katrine Camilleri, JRS Malta Director, at the launch on Monday 3 February.

(…)

see the whole article: here

report: Beyond imagination: here

Hilferuf aus Marokko / crie d’alerte du Maroc

Marokko, 19.02.2014

Hilferuf aus größter Not

Verbreitet von den  « illegalen Flüchtlinge aus Marokko »

Appell an alle Verantwortlichen von Nichregierungsorganisationen weltweit

Wir, Migrant_innen aus Subsahara Afrika die in Marokko leben, sind die Unterzeichnenden dieses offenen Briefes. Wir ergreifen das Wort, um euch teilhaben zu lassen an unseren inhumanen Lebensbedingungen und den Schwierigkeiten, mit denen wir konfrontiert sind. Besonders diejenigen, die in der Nähe der Grenze zwischen Casiago (Marokko) und Ceuta (Spanien) leben.

Wenn wir heute entschieden haben, uns Gehör zu verschaffen dann ist es deshalb, weil unsere Tränen die letzten sechs Monaten nicht aufhören zu fließen.

In Marokko erleben wir jeden Tag eine Gewalt, die bis zum Tode führen kann sowie die Repression der staatlichen Autoritäten. Es ist uns wichtig, diese Gewalt vor der ganzen Welt zu denunzieren.

In den Wäldern werden wir jeden Tag von Polizeikräften besucht, die uns mit Steinen und Gummiknüppeln verjagen, nicht ohne uns dabei mit rassistischen und demütigenden Äußerungen zu beschimpfen. Sie zerstören unsere für das Überleben im Wald notwendigen Dinge wie Zelte, Matrazen und Decken. Diese Gewalt endet meistens mit vielen verletzten Freund_innen, die sich im Wald nicht behandeln lassen können, noch viel weniger allerdings im Krankenhaus.

Am 6. Febuar haben wir uns auf der marokkanischen Seite versammelt, um zu Fuss das Wasser zu überqueren, dass Marokko von Spanien trennt. Bei unserer Ankunft wurden wir von marokkanischen Polizeikräften und Teilen der Bevölkerung angegriffen.

Als wir in der neutralen Zone im Wasser ankamen, die die marokkanische Stadt Casiago von Ceuta trennt, begann die spanische Guardia Civil mit verschiedenen Waffen (Gummigeschossen, Tränengas) auf uns zu schießen.  Und selbst die Rettungsboote, die uns eigentlich helfen sollten, drückten uns nach unten, unter Wasser. Von mehr als 200 Personen, die versuchten, durch das Meer nach Ceuta zu gelangen, sind mindestens 50 immer noch vermisst und neun (1) haben vor unseren Augen das Leben verloren, darunter ein Jugendlicher von 18 Jahren.

Wir haben die ganze Szene mit unseren Handys gefilmt um Beweise zu haben. Aber unglücklicherweise wurden uns die Telefone von den marokkanischen Autoritäten abgenommen, daher haben die Medien keine Beweise für die Wahrheit unserer Geschichte.

Nach diesem Bericht, sehr geehrte Verantwortliche von Nichregierungsorganisationen weltweit, sagen Sie uns :

Migrant_in aus Subsahara Afrika zu sein bedeutet also :

          keine Rechte zu haben ?

          keinen Platz in dieser Welt zu haben ?

Für alle unseren verschwundenen Freund_innen wurde von den Überlebenden dieser Tragödie am Freitag den 13. Februar eine Trauerfeier organisiert.

Wir wenden uns an euch, damit es Gerechtigkeit auf dieser Erde geben möge. Mit Tränen in den Augen bitten wir euch, uns mit allen erdenklichen Mitteln zur Hilfe zu kommen.

« Es gibt keine Welt ohne Migration »

« Ein besseres Leben ist möglich «

Unterzeichnende : Keita Thierry, Kamerun, Vken Ndjoumek, Kamerun, Bekoutou Fanjou, Kamerun, Goningay Prince, Zentralafrikanische Republik, Ngan Sop Sebastien, Kamerun

boza.walid@gmail.com

Telefon: 00212 635 48 84 22

(1)Anmerkung der Übersetzerin : Nach bisherigem Stand gibt es mindestens 15 Tote

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Maroc le 19/02/2014

Crie d’alerte et de détresse

 Lancer par les « clandestins subsahariens au Maroc »

A tous les responsables des ONG du monde entier.

Nous les migrants subsahariens vivant au Maroc signataires de cette lettre ouverte, Nous prenons la parole en ce jour pour vous faire part de nos conditions de vie inhumaine et  des difficultés que nous rencontrons, particulièrement ceux vivant  prêt de la frontière entre Casiago (ville marocaine) et Ceuta ( ville espagnole).

 Si aujourd’hui  nous avons décidé de nous faire entendre c’est parce que nos larmes ont coulé sans cesse ces 6 derniers mois.

Au Maroc, Nous vivons au quotidien la violence qui peut aller jusqu’à la mort ainsi que la répression produite par les autorités. Il est important pour nous de de dénoncer ses actes dans le monde entier.

Chaque jour dans la forêt nous avons la visite des forces auxiliaires marocaines qui nous pourchassent avec des cailloux et des matraques sans toutefois oublier  des propos racistes et humiliants, et la destruction de nos moyens de survie dans la forêt (tentes, matelas, couvertures …).et ses violences finissent  la plupart  du temps par des blessés chez les camarades qui ne peuvent pas se faire soigner dans la forêt et encore moins dans les hôpitaux. 

Le 6 février 2014, Venant du côté marocain nous nous sommes regroupés pour traverser à pieds cette déviation d’eau qui sépare le Maroc de l’Espagne où à notre arrivée nous avons étaient attaqués par les forces auxiliaires marocaines et leur population.

Une  fois que nous nous rendîmes dans l’eau (zone neutre) qui sépare Casiago ( ville marocaine) de Ceuta ( ville espagnole)  la police espagnole plus connue sous le nom de Guardia Civile ont commencé  à tirer sur nous avec toutes sortes d’armes( balle caoutchouc, gaz… ). Et même les bateaux de secours censé nous aider nous frappaient dessus. Sur plus de 200 personnes qui ont franchis la mer au moins 50 de nos frères on était portés  disparus et 9 ont perdus la vie sous nos yeux dont un garçon de 18 ans.

Nous nous sommes mis à filmer toute cette scène avec nos téléphones portables qui devait nous servir des preuves, malheureusement ils nous ont été arraché par les autorités  Marocaines ce qui fait que les medias n’ont pas des preuves pour avoir la réalité de cette histoire.

Après tout ceci chère responsables des ONG de monde entier s’il vous plait dite nous «  est ce que être immigré subsaharien signifie :

          Ne pas avoir des droits ?

          Ne pas avoir une place dans ce monde ?

Pour tous nos chères camarades disparus un grand deuil d’au revoir a était fait le  vendredi 13 février au Maroc par tous les rescapés de cette tragédie.

Nous venons vers vous pour que justice soit faite  sur terre, c’est avec les yeux pleins de l’arme que nous vous prions de nous venir en aide de toute sorte de manière possible qui puissent exister.

Il n’y a pas un monde sans migration.

Une vie meilleure est possible.

Signé par : Keita Thierry: Cameroune, Vken Ndjoumek : Cameroune, Bekoutou Fanjou: Cameroune, Goninggay prince: Centre Afrique, Ngan sop sebastien: Cameroune

boza.walid@gmail.com

Telefon: 00212 635 48 84 22

Testimony about the happenings on 6th of february in Ceuta‏

„I want to know why they are acting like that“
Testimony of Haneefa about the practices of the Spanish police Guardia civil at the border of Morocco and Spain (Ceuta) on thursday the 6th of february 2014. The interview was made by welcome to europe the 15th of february 2014 in Sevilla

Haneefa: On Thursday the 6th of february I was on the border Morocco-Ceuta to visit my daughter who lives over there. I saw three dead persons on the beach in Ceuta next to the border of Morocco. The Guardia civil, the Spanish police, were moving the dead bodies by
kicking them to the Moroccan side of the beach.
When I was asking the policemen why they were doing that, they shouted to me: Shut up, shut up! Do not talk!“
I could not sleep for three nights, and I don’t know why they treat that persons like that. I don’t understand. Why?
My daughter left quickly because she couldn’t bear to see that.
w2eu: Have there been more persons?
Haneefa: A lot! All the people who wanted to enter Ceuta this day had to wait. Everything was out of order. The facts were seen by thousands of people, the majority Moroccan, who were waiting like me in line to cross the border, which is a little bit higher with a view on the beach. All these people were screaming. Persons from Chaouen and its surroundings can pass the border with their passport, others need a visa.
There is a storehouse in Ceuta, just on the border with Morocco. The Moroccan people go there to buy things, it`s like a market. The people who worked there certainly saw everything that happened on that Thursday as well.
w2eu: How many policemen have you seen?
Haneefa: Three. First all of the three policemen were at the beach. They saw the boat and the people who tried to come out of the sea, a lot of people. The policemen attacked them with stones and rubber projectiles. One person came out of the water with a lot of blood on their forehead. This person could barely walk, they were in a very bad condition. The police didn’t go into the sea in order to save or help them, they only stayed on the coast. And the three dead people who washed up on the beach, they moved them with their feet to Moroccan territory.
I don’t know why they are acting like that!
w2eu: Europe says that they conform to Human Rights and democratic principles, they want to preserve their white hands. But we think that it is important to publish the truth and to stop these lies.
Haneefa: What they are saying in the press…..I don’t understand why they are acting like this. The people had arrived in Spain. The small boat was left empty in front of the spanish coast. All the people saw it.
w2eu: How many persons made it to the beach in Ceuta alive?

Haneefa: Many.
w2eu: More than 10?
Haneefa: More than 20, approximately 30.
w2eu: What kind of uniform were the spanish police wearing?
Haneefa: There were wearing the green uniform. There were three Guardia civiles with the green uniform on the beach, on the side of Spain. On the Moroccan side of the beach there were three Moroccan policemen. There are always policemen in this place. Its impossible to pass over there.
w2eu: On which day and at which time did all this happen?
Haneefa: The 6th of february, early in the morning around 8h/8h30 am. And it lasted for around three hours.
w2eu: What happened to the dead bodies on the beach?
Haneefa: A Moroccan ambulance took the bodies. I guess that they brought them to the hospital.

Congolese asylum seekers face ‚torture with discretion‘ after removal from UK

Secret orders to border officials revealed as UK detains dozens in preparation for deportation

Torture in KinshasaA top-secret document circulating among senior police and security chiefs in the Democratic Republic of Congo suggests that individuals deported from Britain may face torture on their return to their home country.Details of the document have emerged as the Home Office begins to detain dozens of Congolese nationals for removal, despite concerns over human rights abuses.

The highly sensitive document is an order from Congo’s ministry of the interior, circulated to senior officials in the national intelligence agency, Agence Nationale de Renseignements, the police and the Direction Générale de Migration and leaked to the Observer. It instructs security chiefs to track down and arrest opponents of the government, including members of the main opposition party, the Union for Democracy & Social Progress, and suggests torture could be used with „discretion“.

Emphasis is placed on targeting political activists living in the UK and other parts of Europe who are forcibly removed to the Congolese capital, Kinshasa. They are referred to as „combatants“, or traitors considered to be fighting against the government.

Written in French, the document states: „Above all, be on the lookout for the return to the country (of combatants) by refoulement“ (a term referring to the expulsion of persons who have the right to be recognised as refugees).

Officers are asked to „intensify the rigour“ with which they uncover these combatants. It adds: „A list and certain photos will be sent to you without delay.“

The document then states: „The treatment reserved for these people is clear: torture and other things must be done with the greatest discretion. These orders must be carried out flawlessly.“

Human rights organisations have frequently raised concerns over the country’s human rights abuses. A Home Office fact-finding mission, published in November 2012, documented eight human rights organisations in the DRC who said failed asylum seekers were at risk of torture on their return.

A report by Justice First monitored 11 returnees to the DRC from the UK for a period up to September 2013. Nine had been detained, of whom eight were imprisoned and two died, one apparently after receiving severe beatings from Congolese officials.

The document passed to the Observer urges police, immigration and secret service officials to be on the lookout for asylum seekers who have been forcibly returned at the different border posts in Kinshasa, including Ndjili airport, Ngobila Beach on the border between Congo and Congo Brazzaville, and other secret entry points along the river which borders the two countries.

The apparent confirmation that returnees from the UK could be tortured has emerged as the British government prepares to start removing failed asylum seekers to the DRC after a two-year period in which only a handful have been deported due to concerns about the risk of torture.

The Observer has learned that failed Congolese asylum seekers throughout the UK have recently been arrested and detained in various immigration detention centres. One law firm has identified 13 recent arrests, while other lawyers have confirmed more cases.

One Congolese asylum seeker who is five months pregnant is being held at Yarl’s Wood Immigration Detention Centre in Bedfordshire. She said: „I won’t survive if they send me back. I was arrested last week when I went to sign on in Cardiff. Another young pregnant Congolese woman arrived here this week. There are six women from Congo here altogether and we are all very scared about what will happen to us if the British government sends us back home.“

A Home Office spokesman said: „The UK has a proud history of granting asylum to those who need it and we consider every application on its individual merits.

„Any decision to refuse asylum is made on the basis that it is safe for someone to return to their country of origin. The courts have ruled that failed asylum seekers who are returned to the Democratic Republic of Congo (DRC) are not at risk of treatment contrary to article three of the European Convention on Human Rights.“

(Diane Taylor and Mark Townsend, The Observer, Saturday 15 February 2014)

Civilian casualties in Afghanistan up 14 per cent last year, says new UN report

Civilian casualties in Afghanistan rose by 14 per cent last year, according to a new report released on Saturday by the United Nations, which also found that it was the worst year since 2009 in terms of the number of women and children killed or injured as a result of conflict-related violence.

The 2013 Annual Report on Protection of Civilians in Armed Conflict, produced by the UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA), recorded a total of 8,615 civilian casualties with 2,959 civilian deaths and 5,656 injured last year.

The figures mark a 7 per cent increase in deaths and a 17 per cent increase in injuries as compared to 2012, the Mission said in a news release. Since 2009, the armed conflict has claimed the lives of 14,064 Afghan civilians and injured thousands more.

“Armed conflict took an unrelenting toll on Afghan civilians in 2013,” said the Secretary-General’s Special Representative for Afghanistan and head of UNAMA, Ján Kubiš.

Presenting the report at a news conference in the capital, Kabul, he added that the “overwhelming majority” of civilian deaths are due to actions of anti-Government elements, including, but not limited to, the Taliban. There are also more civilians being killed and injured as a result of direct engagement between the anti-Government elements and the Afghan National Security Forces (ANSF), he noted.

afghanistan

Figure 1. Civilian Deaths and Injuries January to June: 2009 – 2013

The report attributed 74 per cent of total civilian deaths and injuries in 2013 to anti-Government elements, 11 per cent to pro-Government forces (eight per cent to ANSF and three per cent to international forces) and 10 per cent to ground engagements between anti-Government elements and pro-Government forces. Five per cent of civilian casualties were unattributed, resulting mostly from explosive remnants of war.

“At the start of 2014, it is imperative that all parties, but particularly anti-Government elements, halt the worsening impact of the conflict on Afghan civilians,” Mr. Kubiš stressed.

Improvised explosive devices (IEDs) used by anti-Government elements caused 34 per cent of all civilian casualties, according to the report, while ground engagements between parties to conflict caused 27 per cent and suicide and complex attacks by anti-Government elements caused 15 per cent.

The report also found that 2013 was the worst year for Afghan women, girls and boys since 2009 in terms of casualties resulting from conflict-related violence. There were 235 women killed and 511 injured, an increase of 36 per cent from 2012. IEDs used by anti-Government elements were the main cause of deaths while ground engagements accounted for most of the injuries.

UNAMA documented 561 children killed and 1,195 injured in 2013, an increase of 34 per cent compared to the previous year. IEDs caused the most child casualties, killing 192 and injuring another 319, followed by ground engagements.

“It is particularly alarming that the number of Afghan women and children killed and injured in the conflict increased again in 2013,” said the Director of Human Rights for UNAMA, Georgette Gagnon. “It is the awful reality that most women and children were killed and injured in their daily lives – at home, on their way to school, working in the fields or traveling to a social event.

“This situation demands even greater commitment and further efforts by the parties to protect women and children from conflict-related violence.”

UNAMA’s report found that anti-Government elements continued to deliberately target civilians across the country and carried out attacks without regard for civilian life, causing 6,374 civilian casualties, including over 2,000 deaths.

Throughout 2013, the Mission noted increased public messaging by the Taliban on civilian casualties. However, the situation on the ground for Afghan civilians did not improve. The Taliban increased their indiscriminate use of IEDs and continued to attack civilians.

UNAMA highlighted that indiscriminate attacks and direct targeted attacks against civilians are strictly prohibited under international humanitarian law which binds all parties to the conflict in Afghanistan including the Taliban. Attacks on civilians and killings of mullahs, elections workers, tribal elders and other civilians not directly participating in hostilities may amount to war crimes.

“Statements on protecting civilians by the Taliban leadership are not nearly enough to end the killing and injuring of innocent Afghan civilians,” said Mr. Kubiš. “What is needed is for the Taliban to stop deliberately attacking civilians and using IEDS indiscriminately, and to change their definition of ‚civilian‘ and lawful targets in line with international humanitarian law.”

UNAMA’s report attributed 956 civilian casualties to all pro-Government forces in 2013, up 59 per cent from 2012. This overall rise was linked to increased ground operations with civilian casualties by the ANSF. Of all civilian casualties by pro-Government forces, 57 per cent were attributed to the ANSF, 27 per cent to international military forces and 16 per cent to joint operations.

With Afghan forces leading military operations country wide, UNAMA reinforced the need for improved implementation of directives and rules of engagement mandating civilian protection, and for permanent structures in the Ministries of Defence and Interior to investigate reports of civilian casualties by Afghan forces, initiate remedial measures and take follow-up action.

It also called on the Afghan Government to investigate any allegations of human rights violations by Afghan forces as required under Afghan and international law.

“Behind every civilian casualty is a man, woman or child’s life and immense suffering and hardship for an Afghan family and community,” said Ms. Gagnon. “Reduced civilian suffering and fewer civilian casualties together with improvements in human rights protection should be the core benchmarks of improved stability and efforts toward peace in the security and political transition in 2014.”

UN-Link

Afghanistan Annual Report 2013

Österreich schob im Vorjahr über 1.100 Syrer_innen ab

Österreich hat im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Syrer_innen abgeschoben als es zusätzlich aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen wollte. Bis Ende November seien 1.153 Syrer_innen abgeschoben worden, teilte Innenministerin Mikl-Leitner in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung mit. Im August hatte die Regierung angekündigt, 500 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen zu wollen.

Im Jahr 2012 waren 76 Syrer_innen abgeschoben worden. Hauptgrund für die Abschiebungen ist die „Dublin-II-Verordnung“, wonach EU-Staaten Asylbewerber_innen in jenen Staat abschieben dürfen, in dem sie erstmals EU-Territorium betreten haben.

Die Grüne Nationalratsabgeordnete Alev Korun kritisierte im Ö1-Morgenjournal dieses „ineffektive“ System. „Es darf nicht so sein, dass man sieht, der ist aus Syrien und wahrscheinlich ein Flüchtling, und trotzdem setzen wir ihn in einen Zug in ein anderes Land. Es hat gar keinen Sinn, Schutzsuchende wie heiße Kartoffeln hin- und herzuschieben.“

Korun forderte die Ministerin auf, sich auf EU-Ebene für ein Ende von „Dublin II“ stark zu machen. Stattdessen sollen die EU-Staaten gemeinsam die Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen tragen. Dies wäre auch ein Schritt zu mehr Solidarität. Aus dem Innenministerium hieß es, „Dublin II“ stehe nicht zur Diskussion.

Bis Jänner sind erst 160 der 500 syrischen Flüchtlinge, die Österreich zusätzlich aufnehmen wollte, ins Land gekommen. Die Aufnahme der Flüchtlinge erfolgt in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Die erforderlichen Absprachen mit der IOM werden seitens Österreichs als Erklärung für die anscheinende Schwerfälligkeit des Aufnahmeprozesses angeführt. Menschenrechtsorganisationen haben die Zahl von 500 Flüchtlingen als zu gering kritisiert.

(Quelle: APA)

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