Zahl der Abschiebungen steigt in Österreich leicht

Bericht auf derStandard.at

Schubhaft seltener verhängt als 2012

Wien – In Österreich werden heuer tendenziell mehr Abschiebungen durchgeführt als im Jahr davor. Das geht aus Daten des Innenministeriums hervor. Waren 2012 in den ersten zehn Monaten 1.538 Personen außer Landes gebracht worden, waren es 2013 von Jänner bis inklusive Oktober 1.685. Auch die Zahl der freiwilligen Heimkehrer ist gestiegen.

Entschieden sich im Vorjahr in den ersten zehn Monaten 2.652 Personen zur „freiwilligen“ Ausreise, waren es im Vergleichszeitraum 2013 2.980. Deutlich gestiegen ist heuer die Zahl der so genannten Zurückweisungen. Das betrifft in erster Linie Personen, die innerhalb von sieben Tagen nach illegaler Einreise aufgegriffen werden und keinen Asylantrag stellen. Sie können bei entsprechendem Rücknahmeabkommen in das Nachbarland zurückgebracht werden. Die 2.553 bis Oktober vermerkten Fälle sind schon das Doppelte der Ganzjahresbilanz 2012. Da gab es 1.228 Zurückweisungen, davon 1.009 in den ersten zehn Monaten.

Schubhaftfälle sinken

Leicht fallend sind die Zahlen, was die Verhängung von Schubhaft angeht. Letztes Jahr wurde sie bis Oktober 3.867 Mal verfügt, heuer 3.776 Mal. Gleichzeitig gesunken ist freilich auch die Zahl der Fälle, wo ein gelinderes Mittel eingesetzt wurde, also etwa statt Schubhaft nur Meldepflichten angeordnet wurden. Heuer war das bis Oktober 721 Mal der Fall, im Vorjahr immerhin 772 Mal.

(APA, 26.12.2013)

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