Berlin: Akute Räumungsgefahr für Camp der Geflüchteten am Oranienplatz

berlin

Am frühen Abend des 24.11.2013 ist es beinahe zur polizeilichen Räumung des Camps der Geflüchteten gekommen. Die Bezirksbürgermeistern – Monika Herrmann/Grüne – hat am Nachmittag die offizielle Duldung des Protestcamps für beendet erklärt und um Amtshilfe zur Räumung bei der Polizei gebeten. Durch eine massive Mobilisierung und solidarische Masse auf dem Platz, konnte die Räumung vorerst unterbunden werden. Klar ist jetzt, dass das Camp nicht mehr durch den Bezirk geschützt wird und die Bürgermeisterin bereit ist, es zerstören zu lassen. Für Fragen und Protest könnt ihr euch direkt an sie wenden:
0176/32376947

In einem Interview am 30.7. in der taz mit dem schoenen Titel “Das Camp ist ein politisches Mahnmal” spricht Frau Herrmann noch klar ihre Unterstuetzung fuer den Protest der Gefluechten aus, ein viertel Jahr spaeter veranlasst sie die Räumung des Camps.

Und gestern erklärt sie in der Zeitung, es wären “neue” Gefluechtete in das Camp eingezogen. Monika – sie soll sich schämen! Ihr wurde von einigen Geflüchteten seit Beginn deiner Verhandlungsversuche mitgeteilt, dass sie den O-Platz nicht für ein Haus verlassen wollen. Dass sie dort sind, um ihre politischen Forderungen durchzusetzen. Und dass es Geflüchtete gibt, die den Winter lieber in einem Haus verbringen wollen – knapp 200 etwa. Nun versuchst sie ihre Hände in Unschuld zu waschen und verbreitest weiterhin Lügen in den Medien. Sie ist sich dessen bewusst, dass die über die sie lügt, kaum eine Möglichkeit haben, ihre Sicht der Dinge darzustellen.

Um so wichtiger ist es jetzt, nicht einfach zu glauben was in der Zeitung steht, sondern sich selber ein Bild zu machen!

Kommt zum Oranienplatz – BREAK ISOLATION!

Aus dem Interview in der taz, 30.7.2013:

Ein anderes Thema, das den Bezirk seit Monaten bewegt, ist das Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz. Wie lange werden die Flüchtlinge dort bleiben?

Das entscheiden die Flüchtlinge selber. Wir dulden sie.

Ohne zeitliche Begrenzung?

Wir dulden sie. Die Flüchtlinge wollen darauf hinweisen, was im Asyl- und Zuwanderrecht in Deutschland nicht in Ordnung ist. Und das Recht hat jeder. Jeder darf demonstrieren, und im Grunde ist das Camp eine Dauerdemonstration. Sie haben ganz klare Forderungen: Die Residenzpflicht soll aufgehoben werden, sie sollen früher das Recht auf Arbeit haben, die Lager sollen abgeschafft werden.

Akutelle Infos unter:  asylstrikeberlin.wordpress.com

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: