Pushed Back

push backs

Pushed Back – völkerrechtswidrige Zurückweisungen von Flüchtlingen an der griechisch-türkischen Land- und Seegrenze

An der griechisch-türkischen Landgrenze werden Flüchtlinge systematisch völkerrechtswidrig zurückgewiesen. PRO ASYL hat die systematischen Push Backs in dem Bericht „Pushed Back – systematic human rights violations against refugees in the aegean sea and the greek-turkish land border“ dokumentiert. Abgesehen von wenigen Ausnahmen fanden alle dokumentierten Push Backs im Operationsgebiet von Frontex statt. PRO ASYL stellt die Frage nach der Beteiligung von Frontex an den Menschenrechtsverletzungen und fordert: Frontex muss seine Operationen in Griechenland beenden. Jegliche europäische Finanzierung von Flüchtlingsabschreckung in Griechenland muss umfänglich evaluiert werden.

Report in english

Bericht auf Deutsch

Auszüge aus dem Bericht:

„Sie brachten uns bis in die türkischen Gewässer und warfen uns, einen nach dem anderen, auf unser Boot. Einer von uns fiel ins Meer und wir zogen ihn wieder aus dem Wasser. Sie warfen uns weg, als wären wir Abfall. Dann schnitten sie das Seil durch. Wir hatten keinen Motor, kein Benzin auf dem Boot und keine Ruder.“
„Sie schlugen brutal auf D. ein. Einer mit einem Holzstock und einer drückte mit seinem Fuß D.s Kopf auf den Boden. D. schrie und weinte. Er rief auf Arabisch: “Ich bin kein Tier”. Die Polizei erwiderte „sei still”.“
„Die vier von uns, die geschlagen worden waren, waren immer noch mit Kabelbindern gefesselt– sie knieten oder saßen noch immer in der Sonne. Wir hörten, wie sie von jemandem geschlagen wurden. Nach zwei Uhr wurden sie an eine etwas schattigere Stelle neben einem Auto gebracht. Die vier versuchten etwas zu essen. Ich musste sie füttern, weil sie noch gefesselt waren. Als sie das Essen probierten, wollten
sie nichts mehr essen.“  „Das Wasser, das wir zu trinken bekamen, war braun. Es war schmutzig.“
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