„Höchste Alarmbereitschaft“ wegen Terrorbedrohung in Islamabad – Taliban fordern Andersgesinnte auf, sich ihnen zu stellen

Pakistan: „Taliban might be planning the „biggest ever“ attack in major cities, officials said.“(aug5th, 2013) 
„Höchste Alarmbereitschaft“ wegen Terrorbedrohung in Islamabad (APA, 5.8.2013)
http://derstandard.at/1375625691453/Hoechste-Alarmbereitschaft-wegen-Terrorbedrohung-in-Islamabad
http://m.dailytelegraph.com.au/news/breaking-news/pakistan-on-alert-as-8-hurt-in-train-blast/story-fni0xqlk-1226691667299

„Laut Polizeichef sehr spezifische Bedrohung“ in Pakistan
Islamabad – Nach Hinweisen auf einen bevorstehenden massiven Taliban-Anschlag ist die pakistanische Hauptstadt Islamabad in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt worden. „Wir haben eine sehr spezifische Bedrohung“, sagte Islamabads Polizeichef Sikandar Hayat am Montag. „Wir sind für eine unbestimmte Zeit auf höchster Alarmbereitschaft. Es ist der höchste Sicherheitsgrad.“ Spezialkräfte durchkämmten die Margalla-Hügel am Stadtrand.

Hayat sagte, Extremisten planten, „neuralgische Gebäude“ auf der Constitutional Avenue am Fuß der Margalla-Hügel anzugreifen. Dort liegen der Präsidentenpalast und die Büros des Premierministers. Es sei unklar, ob die Pläne der pakistanischen Taliban (TTP) im Zusammenhang mit dem internationalen Terroralarm stünden.

Paramilitärs als Verstärkung
Aus Geheimdienstkreisen hieß es, nach Hinweisen auf einen entsprechenden Angriffsplan der Taliban seien Paramilitärs zur Verstärkung der Polizei am Hauptstadt-Flughafen stationiert worden. Gefängnisse, Flughäfen, hochrangige Politiker, westliche Botschaften und militärische Einrichtungen möglicherweise auch außerhalb Islamabads gehörten zu den wahrscheinlichen Angriffszielen.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, in der südlichen Provinz Sindh seien Spezialkräfte zum Schutz von Gefängnissen in den Städten Hyderabad und Sukkur abkommandiert worden. Vor wenigen Tagen hatten TTP-Kämpfer ein Gefängnis im Nordwesten Pakistans gestürmt und fast 250 Häftlinge befreit.“ (APA, 5.8.2013)

http://derstandard.at/1375625691453/Hoechste-Alarmbereitschaft-wegen-Terrorbedrohung-in-Islamabad
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Nach Attentat: Taliban fordern ihr 16-jähriges Opfer Malala zur Heimkehr auf (18. Juli 2013)

Geht es nach den Taliban, soll Malala Yousafzai nach Pakistan zurückkehren und eine Koranschule besuchen.

Offener Brief: Malala Yousafzai soll Koranschule in Pakistan besuchen – Taliban-Vertreter begründet auch Anschlag auf die Schülerin
Islamabad – Ein hochrangiger Vertreter der pakistanischen Taliban (TTP) hat die bei einem TTP-Attentat schwer verletzte Schülerin Malala Yousafzai zum Besuch einer Koranschule aufgefordert. In einem offenen Brief an die 16-Jährige schrieb Adnan Rashid in holprigem Englisch, Yousafzai solle für den Besuch einer Mädchen-Madrasa von Großbritannien in ihre pakistanische Heimat zurückkehren. „Studiere und lerne das Buch Allahs, nutze deinen Stift für den Islam.“

Auch auf den Angriff auf Yousafzai ging Rashid in seinem Brief ein. Er zeigte sich schockiert und wünsche sich, die Attacke wäre nie geschehen. Ein Entschuldigung dafür beinhaltet das Schreiben aber nicht. Allah solle entscheiden, ob der Taliban-Anschlag „islamisch richtig oder falsch“ gewesen sei.

„Hetzkampagne“ als Grund für Attentat

Im Oktober 2012 schoss ein TTP-Kämpfer der damals 15-jährigen Yousafzai in den Kopf. Die Schülerin überlebte schwer verletzt. Zuvor bloggte sie für die BBC über das Leben in einer von den Taliban beherrschten Region und kritisierte dabei, dass Mädchen der Schulbesuch verweigert werde. Grund des Anschlags sei gewesen, dass die Taliban Yousafzais Engagement als „Hetzkampagne“ empfunden hätten.

Den Angriff auf Yousafzai verglich Rashid in seinem Brief mit den US-Drohnenangriffen auf die Taliban: „Wenn du von Amerikanern mit einer Drohne getötet worden wärst, hätte die Welt je etwas von dir gehört?“ Rashid war wegen eines Attentats auf Militärmachthaber Pervez Musharraf 2003 zum Tode verurteilt worden. Die TTP befreite ihn im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis.

Kritik an Yousafzais UN-Auftritt

Yousafzai hatte am Freitag – ihrem 16. Geburtstag – bei einer Rede bei den Vereinten Nationen in New York Schulbildung für alle Kinder auf der Welt gefordert. Rashid schrieb nun: „Taliban oder Mujaheddin sind nicht gegen die Bildung von Männern oder Frauen oder Mädchen.“ Mit ihrem UN-Auftritt habe sie frühere Fehler wiederholt.

Gordon Brown, früherer britischer Premier und aktuell UN-Sonderbeauftragter für Bildung, kritisierte Rashids Brief: „Niemand wird ein Wort davon glauben, was die Taliban über die Rechte von Mädchen wie Malala Yousafzai sagen, solange sie nicht aufhören, Schulen niederzubrennen und Schülerinnen zu massakrieren.“ (APA/red, derStandard.at, 18.7.2013http://derstandard.at/1373512975150/Nach-Attentat-Taliban-fordern-Opfer-Malala-Yousafzai-zur-Heimkehr-auf )

Weiterführender Link:

Channel 4: „Dear Malala… from the Taliban“http://www.channel4.com/news/malala-taliban-letter-commander-exclusive

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