Schubhaftersatz in falscher Sprache verhängt!

20 Refugees aus dem Servitenkloster wurde in falscher Sprache Schubhaftersatz aufgezwungen. Abschiebungen werden befürchtet, Unterstützung ist dringend erforderlich!

(English below)

Wien (OTS, 26.7.2013) – In deutscher und in die falsche Sprache übersetzten Schreiben, wurde 20 Refugees aus dem Servitenkloster das sogenannte „gelindere Mittel“ von der Fremdenpolizei ausgesprochen. Diese werden darin aufgefordert, sich nun täglich bei angeführten Polizeiposten zu melden, um ihre Anweseheit zu beweisen. Wird ein Termin verabsäumt, kann sofort Schubhaft über sie verhängt werden. Für die Rechtsberater*innen der Refugees ist dieses Vorgehen unverständlich, da doch das Servitenkloster als Bleibe bis Ende Oktober zugesichert wurde. Auch bestätigt die Caritas, dass die täglichen Anwesenheitskontrollen im Kloster direkt an das BMI weiterleitet werden.

„Das Schreckliche ist, dass die Polizei nicht einmal weiß, welche Sprachen wir sprechen. Die meisten Bescheide waren in Hindi,
afghanischem Pashtu oder Bangali geschrieben, obwohl wir nur Urdu und pakistanisches Pashtu verstehen. KEINER der Bescheide war in der
richtigen Sprache verfasst! Das beweist wiederholt, wie schlecht die Übersetzer der Regierung sind. Wie kann über unsere Asylanträge und
unsere Leben entschieden werden, wenn dem BMI nicht einmal klar ist, welche Sprache wir sprechen?“, so Ali Nawab.
Das verhängte „gelindere Mittel“ ist als Schubhaftersatz zu verstehen und bekräftigt die Befürchtung, dass Abschiebungen unmittelbar
beabsichtigt sind. „Wenn mir Supporter nicht den deutschen Brief übersetzt hätten, wäre ich jetzt in Schubhaft. Trotzdem muss ich nun
jeden Tag befürchten, von der Polizei eingesperrt und abgeschoben zu werden.“, so Ali Sultan. „Wir werden das nicht über uns ergehen
lassen! Wir werden nicht aufhören für Menschenrechte zu kämpfen! Weitere Protestaktionen sind geplant!“, so Muhammad Numan.

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Schubhaftersatz declared in wrong language by police

20 refugees from the Servitenkloster monastery are forced to register at police daily

People are afraid of deportation

20 refugees from Servitenkloster received writings about the so called “gelindere Mittel” in German und other languages they don´t understand from the alien’s police. They are forced to go to the policestation dayli to prove their presence. If they miss a date they may be taken in Schubhaft (detention pending deportation ) immediately and deported.The counsellors do not understand this procedure cause the stay until end of october was confirmed. Caritas confirmed that the controls of presence are forwarded to the BMI daily.

„The worse ist hat that the police doesn’t even know which kind of language we speak. Most of the notifications were written in Hindi, Afghan
Pashtu or Bengali although we only understand Urdu and pakistani Pashtu. This proves again how bad the translators of the government are. How can the BMI decide about our applications for asylum and about our lives if they don´t even know which language we speak?” Ali Nawab

The declared „gelindere Mittel“ can be understood as „Schubhaftersatz“ and reinforces the fear that deportations are imminent. “ If supporters
had not translated the german letter to me I´d be in deportation (Schubhaft) now. Anyway I’ve been afraid every day to be arrested and deported”, so Ali Sultan. “We won’t stop fighting for human rights. More protest actions are planned!“ so Muhammad Numan.
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