Refugee Camp Vienna: Klosteraufenthalt verlängert, aus gutem Grund!

Servitenkloster als Bleibe verlängert – Refugees sehen ihre Anliegen bestätigt, der Protest wird fortgeführt!

Eine politische Lösung muss jedoch schon vorher her: Die Chancen auf Asyl sind ohne Änderung der Länder-Einschätzung, Pakistan sei für Österreicher zwar lebensgefährlich, für die Geflüchteten aber sicher, nämlich schlecht:
Klaus Schwertner, Caritas Wien kritisiert das BMI: „Die Caritas teilt
die Sorge der Flüchtlinge im Servitenkloster, wonach die
österreichischen Behörden die Sicherheitssituation in Pakistan falsch
einschätzen. Die derzeitige Gefahrenlage in Pakistan rechtfertigt
unserer Ansicht nach nicht, dass Flüchtlingen aus diesem Land nur in
einem Prozent der Fälle Asyl gewährt wird. Wir fordern die
Bundesregierung erneut auf, Abschiebungen in Länder zu überdenken,
die sie für ihre eigenen Staatsbürger als zu gefährlich erachtet.“

Caritas gibt zu: Umbauarbeiten erst im Oktober nötig – Refugees werden vorerst nicht vor die Tür gesetzt!

Wien (OTS am 4.7.2013) – „Heute wurde öffentlich bekannt, dass das Servitenkloster
bis Ende Oktober als Grundversorgungsstätte verlängert wird. Die
Refugees sehen darin eine Bekräftigung ihrer Forderung nach
selbstorganisierter Unterkunft. “ Es ist ein stärkendes Zeichen, dass
der Aufenthalt für die Refugees im Servitenkloster verlängert wurde.
Es ist klar ersichtlich: Wir sind nicht alleine und unser Protest ist
in der Zivilgesellschaft und bei den politischen Verantwortlichen
angekommen! Wir werden ihn fortführen!“ so Mir Jahangir. Khan Adalat
äußerte sich folgendermaßen: „Wir werden so lange kämpfen, bis wir
einen legalen Status erhalten und wesentliche Verbesserungen im
Asylsystem erreicht haben! Bis dahin lassen wir uns nicht trennen!
Wir laden Alle ein, sich unserem Kampf für Menschenrechte
anzuschließen.“ „Als nächsten Schritt werden wir Refugees in allen
Lagern unterstützen, ihre Rechte einzufordern. We will rise
together!“, so Numan Muhammed.

„Dieses Kloster war nie ein typisches Lager, in dem Flüchtlinge keine
andere Möglichkeit haben als nur zu schlafen und zu essen. Wir
haben es zu einem Ort des lebendigen Protests und der
Selbstorganisation gemacht!“ schließt Mir Jahangir ab.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS
OTS0271 2013-07-04 23:48 042348 Jul 13 OHW0001 0196

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130704_OTS0271/refugee-camp-vienna-klosteraufenthalt-verlaengert-aus-gutem-grund

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