Absetzung von Traiskirchen-Leiter gefordert

Die Traiskirchner Kinderfreunde haben am Sonntag nicht nur die „Verbesserung der Betreuungsqualität für alle Flüchtlinge“ in der Erstaufnahmestelle Ost, sondern auch die Absetzung des Leiters Franz Schabhüttl gefordert. Wenn Flüchtlinge berichten, dass es z. B. an qualitätsvollem Essen, ausreichend warmer Kleidung und Schuhen fehle, sei das ein Skandal, so Karin Blum von den Kinderfreunden.

Das Innenministerium sei nun am Zug. Neben der Privatisierung der Flüchtlingsbetreuung sei die Leitung der Erstaufnahmestelle verantwortlich für die prekäre Situation. Der vom Innenministerium eingesetzte Lagerleiter „fällt seit Jahren durch zynische und unmenschliche Wortmeldungen Flüchtlinge betreffend auf“, hielt Blum fest. Schabhüttl sei „völlig fehl am Platz“ und seiner Funktion unverzüglich zu entheben.

(Quelle: APA)

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Traiskirchner Lagerleiter betreibt FPÖ-Propaganda

Asyl in Not fordert: Schabhüttel muß weg

Der Traiskirchner Lagerleiter Franz Schabhüttl hat ein Interview für FPÖ-TV gegeben (http://tv.fpoe.at/). Er  behauptet darin, kein Asylwerber komme „von sich aus hierher“; vielmehr sei die“ internationale Schleppermafia“ für den „unaufhörlichen Zustrom an Flüchtlingen“ verantwortlich.

Das ist eine Verhöhnung der Flüchtlinge, die mit Mühe und Not den islamistischen Taliban, dem terroristischen Kadirov-Regime oder anderen Schreckensherrschern entkommen sind.

Jemand, der von den Fluchtgründen der ihm anvertrauten Menschen so null komma keine Ahnung hat und der sich noch dazu für parteipolitische Propaganda gegen Flüchtlinge hergibt, ist als Leiter einer angeblichen Betreuungsstelle für Flüchtlinge untragbar.

Schlepper sind nie die Ursache der Flucht; sondern man braucht sie, um der  Verfolgung zu entgehen. Ohne sie kämen die Flüchtlinge oft nicht mit dem Leben davon.

Man braucht sie aber auch, um ins vermeintlich sichere Europa hereinzukommen, und daher profitieren die Schlepper ganz besonders vom Grenzregime der Europäischen Union.

Die Blockadepolitik der Festung Europa treibt die Preise der Schlepper ständig in die Höhe. Die EU-Polizeiminister samt ihren rechtsradikalen Hilfswilligen tragen die volle Verantwortung dafür. Und Herr Schabhüttl ist ein kleines Rädchen in einem unmenschlichen Räderwerk.

Schabhüttl ist verantwortlich für die abschreckenden Zustände im Flüchtlingslager, die zu den jüngsten Protesten führten. Er behauptet, sein Lager sei “mit Jacken, Stiefeln und Pullovern gefüllt“ („krone.at“). Dann fragt man sich aber, warum die Flüchtlinge nichts davon bemerken, sondern ständig über Mangel an warmer Kleidung und Schuhen klagen.

Die Traiskirchner Kinderfreunde haben nun Schabhüttls Absetzung gefordert und gerügt, daß dieser „seit Jahren durch zynische und unmenschliche Wortmeldungen Flüchtlinge betreffend auffällt“.

Asyl in Not schließt sich dieser Forderung an. Schabhüttl ist untragbar geworden und muß schleunigst weg.

Michael Genner

Obmann von Asyl in Not

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