Daily Actions at refugee camp – Demo on Sat, dec.1st, 2p.m.

Aktuelle Aktionen und Events im Camp – Erste disziplinäre Maßnahmen gegen Protestteilnehmer

Macht jederzeit mit bei Aktionen und Gruppen im Refugee camp: Banner bemalen, Bike kitchen, Trommeln, die Organisationsgruppen unterstützen!
– English text-version below-

Mi, 28.11., künstlerischer Flashmob vor dem Bundesministerium für Inneres, Herrengasse, in Planung
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Sa, 1.Dez.2012 Demostart im Camp bei der Votivkirche.
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Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist groß, das Materialzelt, das am Vorabend fast leer war, füllt sich wieder mit Kleidung und Schlafutensilien. Dennoch werden weiterhin viele Dinge und helfende Hände benötigt:

– kleine und insbesondere große Zelte, Isomatten, Schlafsäcke
– Feste Schuhe ab etwa Größe 42
– Jacken, große, warme Winterbekleidung
– Erste Hilfe Utensilien
– Geldspenden
– Walkie-Talkies

Aufgaben, die auf dem Camp zu tun sind:

Schichtpläne für Securtiy-, Infopoint- und Kochschichten hängen am Camp aus, bitte eintragen und helfen. Außerdem werden Autofahrer_innen benötigt.

Mach jederzeit tagsüber mit bei den Gruppen im Refugee camp: Austausch mit Flüchtlingen, zusammen kochen, Banner bemalen, Trommeln bringen, die Organisationsgruppen unterstützen, oder das Fahrrad in der Bike kitchen vor Ort reparieren. Für alle Anfragen wegen Unterstützung kommt bitte zum Info Point im Camp oder meldet euch unter folgender Nummer: 0680 320 5000 / refugeesolidarity@servus.at

Lies unseren Blog und leite den Link weiter: http://refugeecampvienna.noblogs.org/

Kommt vorbei, nehmt Freund_innen mit und zeigt den protestierenden Refugees eure Solidarität! :: twitter: refugee camp vienna

Hintergrund: Siehe unten
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Wed, nov.28, artistic flashmob in front of Ministry of Inner affairs, Herrengasse, 1010 Vienna.
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Sat, 1st of december at 2pm – drum jam opening of demo at the refugee camp (Schottentor)
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Join the daily groups at the refugee camp, talk with the refugees, cook together, draw banners, bring drums, support the organisation groups, or repair ur bike at the bikekitchen in the camp…..
For any offers and support you want to give, come to the camp info point at any time or contact: +43 (0)680 320 5000 refugeesolidarity@servus.at
Come by, bring friends and show your solidarity to the protesting refugees! :: twitter: refugee camp vienna
See our blog and forward: http://refugeecampvienna.noblogs.org/
greetz from the refugee camp Vienna!

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Hintergrund – Aktuelles rund um den Protest:

[ 27. Nov 2012 ] http://no-racism.net/article/4289/

„Das Parlament hört nicht zu

Auf der Refugee-Demo am Dienstag vom Protest Camp im Sigmund-Freud-Park ziehen 800 Menschen durch die Innere Stadt. Unter dem Motto „We demand our rights!“ fordern sie das Recht zu bleiben und die Aufhebung des Arbeitsverbots. Mindestens 30 Personen, die am Protestmarsch am Samstag teilgenommen hatten, wurden am Dienstag aus Traiskirchen weggebracht.

Sie stehen auf den Stufen vor dem Parlament und sprechen ihre Forderungen in ein Megaphon. Die Menge hinter ihnen klatscht und bejubelt sie, als die Redebeiträge erst auf Urdu, dann auf Deutsch vorgetragen werden. Das Parlament nimmt keine Notiz, das Bild ist symbolhaft: Geflüchtete stehen vor den heiligen Hallen des hohen Hauses und schreien die Steine an. Sie fordern ihr Recht auf ein normales Leben ein, viele Menschen mit gesichertem Aufenthaltsstatus, die nicht selbst betroffen sind, zeigen sich solidarisch und unterstützen die Forderungen, die Antwort sind Absperrgitter und ein paar Polizeibeamt_innen, die aufpassen, dass die Forderungen ja vor der Tür bleiben. Gestartet war die Demo am Refugee-Protest-Camp, das mittlerweile seit vier Tagen im Sigmund-Freud-Park ist.

Vom Parlament aus zieht die Demo weiter über den Ring, vorbei am Maria-Theresien-Platz zum :: Marcus-Omofuma-Stein vor dem Museumsquartier. Die Sambaband Rhythms of Resistance spielt, die Leute rufen „No Border, No Nation – Stop Deportation!“. Mittlerweile ist die Demo kleiner geworden, 500 Menschen sind noch dabei als es dunkel wird. Nach diesem Stop, bei dem über Omofuma und seinen Tod in der Schubhaft gesprochen wird, geht es zurück. Über den Heldenplatz geht es weiter zum Innenministerium, dann über den Minoritenplatz und die Herrengasse zurück zum Camp.

Aus Traiskirchen wurde berichtet, dass 20-30 Personen, die am Samstag am Protestmarsch teilgenommen hatten, in ein Lager bei Salzburg verlegt wurden. Das Erstaufnahmelager in Traiskirchen ist mit fast dreimal so vielen Leuten belegt, wie vorgesehen. Dass die ersten, die umquartiert werden, jetzt Personen sind, die sich aktiv an den Protesten beteiligen, ist dennoch ein Akt der Repression und soll einschüchtern. Schon vor wenigen Wochen waren Geflüchtete, die zum Protestcamp der Somalischen Community aus Traiskirchen gekommen waren, auf die abgelegene Kärntner Saualm gebracht worden. Damit sind sie weg vom Protest, weg von der Möglichkeit, sich zu organisieren. Ihre Forderung nach menschenwürdiger Unterbringung wird damit keineswegs erfüllt, denn auch die Lager, in die sie danach kommen, sind Lager, überbelegt, ablegen und erfüllen alles, wogegen die Proteste sich richten. Dazu kommt noch, dass sie meist irgendwo fernab jeglicher Infrastruktur liegen und die Menschen, die dort wohnen müssen, kaum Möglichkeiten auf soziale Interaktion haben.

Obwohl jetzt offenbar wieder damit begonnen wird, aktive Geflüchtete ins österreichische Hinterland zu schicken, sind auch zur Demo am Dienstag wieder 70 Asylsuchende aus Traiskirchen angereist. Viele müssen immer wieder zurück nach Traiskirchen, weil im Lager immer wieder Anwesenheitskontrollen durchgeführt werden.“

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