Offener Brief an Innenministerin Mikl-Leitner

Sehr geehrte Frau Mikl- Leitner,

Mein Name ist Denise Neubauer. Am 21.06.12. wurde Omar Dibba, Vater meines Sohnes und langjähriger
Lebensgefährte nach Gambia abgeschoben. Ich bin mit Herrn Dibba seit sieben Jahren in einer Lebensgemeinschaft.
Unser Sohn Jeremias ist jetzt vier Jahre alt. Seit dem 21.06.12 ist nichts mehr wie vorher jedenTag fragt mein Sohn nach seinen Vater. Wann er denn wieder mit ihm spielen könne. Ich kann ihm leider keine Antwort darauf geben.

Die Auswirkungen, die so ein massiver Eingriff in das Familienleben für ein kleines Kind hat, sind wohl kaum vorstellbar. Für mich ist diese Situation kaum zu ertragen. Ich bin berufstätig und befinde mich mitten in einer Ausbildung. Als mein Lebensgefährte noch in Österreich lebte, übernahm er die Kinderbetreuung während ich zur arbeit ging. Aus finanziellen Gründen und aus mangelnder Kinderbetreuung laufe ich Gefahr meine Ausbildung abbrechen zu müssen. Obwohl Herr Dibba acht Jahr in Österreich lebte und gut integriert war, hatte er nie die Möglichkeit arbeiten zu gehen, um seine Familie zu unterstützen.

Jede Mutter, jeder Vater muss doch das Recht haben ihrer/ seiner Sorgepflicht nachgehen zu können. In anderen europäischen Ländern wie zb. Deutschland haben Drittstaatangehörige sobald sie ein Kind haben das Recht zu arbeiten um für ihre Familie zu sorgen. Warum nicht in Österreich???

Laut Menschenrechtskonvention Artikel 8 haben Kinder das Recht auf beide Elternteile!!! In Österreich werden jedoch täglich ohne ein Augenzwinkern Familien auseinander gerissen. Ich bitte Sie, das darf nicht so weitergehn. Ich möcht Sie auf diesem Weg, um einen Termin zur persönlichen Vorsprache bitten.

Mit freundlichen Grüßen,

Denise Neubauer

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